Kasse im Einzelhandel unverzichtbar
Speditionsrechnungen enthalten oft einen sogenannten Dieselzuschlag. Damit beabsichtigen die Spediteure, die für sie ebenfalls immensen Kosten aufzufangen. Schließlich sind die Energie- und Kraftstoffpreise für alle schwer zu stemmen. Ein Einzelhandelsverband in Deutschland hat vor einigen Tagen auf den Missstand hingewiesen, der seit einiger Zeit in den Speditionsrechnungen zu verzeichnen ist. Ein Logistikexperte erklärte dazu, dass auf den Rechnungen der Spediteure sehr häufig der sogenannte Dieselzuschlag auftaucht. Wenn der Einzelhändler in den Vertragsverhandlungen und den Vertragsabschlüssen eben solche Zuschläge als nicht akzeptabel erklärt hat, ist er auch berechtigt, diesen Betrag aus der Rechnungssumme herauszunehmen. Schließlich muss auch ein Händler seine Aufwendungen kalkulieren und über den Verkaufspreis an die Kunden weitergeben. Und die Verbraucher erreichen ihrerseits irgendwann finanzielle Grenzen, worüber hinaus sie nicht in der Lage sind, immer höhere Preise zu zahlen. Und das macht sich dann wiederum in der Kasse des Einzelhandels bemerkbar. Somit sind nicht immer nur die Endverbraucher die Leidtragenden. Im Grunde sind Händler, Spediteure und Produzenten gleichermaßen von Preisschwankungen betroffen. Für die Kunden am ehesten nachvollziehbar sind die finanziellen Schwierigkeiten für den Einzelhandel. Denn dass die tägliche Umsatzabrechnung mit einem Kassensystem ganz klar und deutlich jede Umsatzänderung anzeigt, ist logisch. Mit der Kassensoftware der genutzten Kassen und Kassensysteme lässt sich aber nicht nur der tägliche Umsatz anzeigen. Auch Kosten für Energie, Personal, und eben auch Speditionskosten lassen sich in den Netzwerkkassen statistisch erfassen und in die Preiskalkulation einbinden. Allerdings werden diese Aufwendungen und Kosten auf keinem Kundenbeleg auftauchen, und auch nicht auf dem Journalbeleg dargestellt werden, den jede Kasse erstellt. Dafür ist aber mit moderner Kassensoftware und neuen Kassensystemen eine Preiskalkulation möglich, was die Anschaffung zusätzlicher PC-Lösungen erübrigt. Damit sind dann natürlich wieder Beschaffungs- Wartungs- und Energiekosten eingespart. Auch kann eine gesonderte Einarbeitung vermieden werden. Bezüglich des Dieselzuschlags in Speditionsrechnungen war es seinerzeit zwar nachvollziehbar, dass dieser Betrag wegen der im vergangenen Jahr dramatisch gestiegenen Kraftstoffpreise eingeführt wurde. Und viele Unternehmen haben sich auch aus Kulanz an den gestiegenen Transportkosten beteiligt. Aber nun, da die Dieselpreise wieder auf ein normales Niveau gesunken sind ist es besonders ärgerlich, dass Spediteure sich nun zieren, den Zuschlag wieder abzuschaffen. Es ist ja nicht nur die fehlende rechtliche Grundlage, die diese Aufpreise bei Dieselpreisen um einen Euro nicht rechtfertigen. Auch die wirtschaftliche Begründung ist längst nicht mehr gegeben. Bei Treibstoffkosten handelt es sich nicht um durchlaufende Posten wie die Mehrwertsteuer, die an den Kunden weitergereicht werden kann. Schließlich wären es dann am Ende tatsächlich die Endverbraucher, die auf unbezahlbare Preise treffen. Und da wäre dann als erstes auf dem Weg des Preiskampfes der Einzelhändler der erste Leidtragende, wenn ihm die Kunden wegbleiben, der Umsatz sinkt und die Kasse leer bleibt. Da helfen dann auch nicht die besten Kassensysteme mit der effektivsten Kassensoftware. Es ist als enorm wichtig, dass alle Beteiligten von der Produktion bis zum Verkauf an den Endverbraucher einen Weg finden, der für alle Preise zulässt, womit nicht nur alle Kosten gedeckt werden, sondern auch noch ein Gewinn erwirtschaftet werden kann.
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