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Street Ware und Skateboarding – mehr als 30 Jahre Titus in Münster
Titus Dittmann, der Namensgeber des erfolgreichen Skateboard Labels aus Münster, war vom ersten Moment, als er 1977 live einen Skateboarder am Münsteraner Aasee-Hügel sah, begeistert von diesem Sport. Damals, mit knapp 30 Jahren und als Sportstudent mit Hang zu verschiedenen Individualsportarten, sah er noch nicht die geschäftlichen Möglichkeiten, sondern setzte seine Begeisterung für diese Trendsportart als Pädagoge für seine Arbeit mit den Jugendlichen ein.

Titus Münster
Da seine Schüler Material benötigten, handelte er zuerst in den Münsteraner Sportgeschäften Rabatte für sie aus, da dort aber nur noch der Restbestand aus dem Boom der 70er Jahre zu haben war, flog er in den Sommerferien in die USA, um dort direkt bei den Firmen einzukaufen. So knüpfte er die ersten Kontakte für seinen späteren Großhandel und wurde Anfang der 80er der erste europäische Skateboardimporteur. Zunächst lagerte und verkaufte er seine Produkte in seiner Wohnung, später aus dem Keller seines Wohnhauses, woraus sich auch das Logo entwickelte.

Monster Mastership
Am Anfang waren es Decks und Schuhe der bekannten amerikanischen Marken, wie Powell und Vans, später entwickelte Titus ein eigenes Brand und eigene Produkte, gründete ein eigenes Skate-Team, organisierte die ersten Monster Masterships, zu denen auch bekannte Pros aus den USA und der ganzen Welt anreisten. Die geschäftliche Entwicklung vollzog sich parallel dazu. Aus den Titus Shops in Münster sind mittlerweile unzählige Shops über ganz Deutschland verteilt geworden. Anfangs, ohne Computer und Kassensysteme, war die Leitung mehrerer Filialen in unterschiedlichen Städten ein großer Aufwand und schwer zu überschauen. Ein weiterer, wichtiger Geschäftsträger ist auch der Versandhandel, der sich aus gelegentlichen, telefonischen Bestellungen weiter entfernt wohnender Kunden entwickelt hat, die nicht so oft nach Münster kommen konnten, um sich dort mit den benötigten Decks und Schuhen zu versorgen. Denn Skateboards sind großen Belastungen ausgesetzt und verschleißen und brechen von Zeit zu Zeit. Das gleiche gilt für Schuhe, die beim Skaten von dem rauen Griptape regelrecht an den Seiten aufgeschliffen werden und regelmäßig erneuert werden müssen. Damit besteht ein ständiger Bedarf an Nachschub, auch für Rollen und Achsen.

Titus Innen
Dazu kommt die typische Skatermode, wie weite Hosen, T-Shirts, Caps, Hoodies, die zu den üblichen Verkaufsartikeln gehören. Aus dieser erst nur in der Skateboarder Szene beliebte Mode hat sich mittlerweile die sogenannte Street Ware entwickelt, die nicht mehr nur in ausgewiesenen Skateshops erhältlich ist, sondern auch in ganz normalen Boutiquen Einzug gehalten hat. Durch die Herausgabe eines Magalogs, das ist ein Skate Magazin, das gleichzeitig auch als Katalog fungiert, wurde der Versandhandel angeschoben und immer beliebter. Mit modernem Kassensystem und Computer ist das leicht zu bewältigen. Heute bildet auch das Internet eine wichtige Säule im Versandhandel. Die Titus Internetseite bietet den Magalog jetzt online, mit Bestellmöglichkeit für Decks, Achsen, Rollen, Schuhe, Rucksäcke, Mode für Jungs und Mädchen, außerdem auch Bedarf für Snowboarder, alles von den etablierten Marken im Bereich Street Ware.
Diese neuen Geschäftsfelder im Einzelhandel haben selbst einen nicht so glücklichen Börsengang auffangen können und Titus sieht mit seiner gelungenen Mischung aus Extremsportgeschäft mit Modehandel insgesamt einer positiven Geschäftsentwicklung entgegen. Das Titus in Münster ist in einem ehemaligen Kino, dem Apollo, unter Erhalt der Empore mit Sitzen und der Leinwand, eingebaut worden. Ein wirklich außergewöhnliches Ambiente für ein erfolgreiches Geschäftsmodell.
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