Discounter stehen zunehmend unter Wettbewerbsdruck
Trotz massiver Preissenkungen verlieren die deutschen Discounter nachhaltig an Marktanteile.Aktuellen Umfagen zur Folge möchte der Verbraucher nicht nur bei den Discountern einkaufen, sondern gleichzeitig auch qualitative Ware im normalen Einzelhandel einkaufen. Somit kann wieder beim kleinen Händler die Kasse klingeln.
Der massive Preiskampf bei den Grossen der Branche wie Aldi, Lidle und Plus bei einigen Lebensmitteln wie Milch, Butter und Quark owie Fleisch und Geflügel haben nicht den erhofften Erfolg gebracht. Die Grenze der Preise nach unten scheint doch erreicht zu sein. Zudem stehen die Discounter unter massiver Kritik des milchproduzierenden Gewerbes. Die aktuelle Preispolitik wird sich demzufolge in vielen Insolvenzen von Bauern abzeichnen.
Trotz Preissenkungen konnte der Umsatz einiger Discounterfilialen nicht gesteigert werden, ein Mehr an Kunden nicht erreicht werden.
Die Preissenkungen bei zahlreichen Lebensmitteln haben sich für Aldi und Lidl einem Zeitungsbericht zufolge bislang nicht ausgezahlt. Die Umsätze der beiden führenden Discounter seien im Januar und Februar deutlich gesunken, berichtete die „Lebensmittel Zeitung“ am Donnerstag vorab. Aldi und Lidl würden sogar Marktanteile verlieren. Das bewährte Rezept, mit Preissenkungen den Absatz und die Kundenzahl zu erhöhen, funktioniere bislang nicht. Es seien deshalb nicht mehr Kunden in die Märkte gekommen, wie die Marktforscher von Nielsen und GfK unisono berichteten, schreibt die Zeitung. Aldi Süd wollte sich zu dem Zeitungsbericht nicht äußern.
So zeigte sich im Februar der Umsatzrückgang bei nahezu 7,4 Prozent für Aldi und minus 6,2 Prozent bei Lidl, so die Marktforscher von GFK. Weiterhin ist zu beobachten, das gerade im Segment der Discounter mittlerweile eine Marktdichte erreicht ist, die eine vergleichbare Expansion wie in den letzten 15 Jahren wohl nicht mehr erreichen wird. Der Markt scheint in diesem Segment gesättigt zu sein. Um was es jetzt nur noch gehen kann ist ein Verdrängungswettbewerb in vielen Städten. Wer hier mit den Preisen die Nase vorne hat, scheint sich mittelfristig durchzusetzten, so sind seit Anfang des Jahres auch die Preissenkungen zu verstehen.
Auch mit modernsten Kassensysteme und einer ausgefeilten Warenwirtschaft mit einer effizienten Logistik kann hier noch begrenzt an den laufenden Kosten gedreht werden. Somit bleibt nur noch die Preisverhandlung mit den Lieferanten.
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Es ist einfach erschreckend, wie die Preisgestaltung bei hochwertigen Milchprodukten gestaltet wird. Die armen Bauern
Die Discounter betreiben diesen Unterbietungswettbewerb schon seit längerer Zeit. Der regionale sowie überregionale Ausbau von Standorten wird sich naturgemäß verlangsamen, da alle sinnvollen Standorte mittlerweile schon ein ausreichendes Angebot an Discountern hat. Somit muß nun die Preisschlacht den Umsatz bringen. Leider ist es jedoch so, das ganze Einzelhandelsstrukturen mit dieser Entwicklung regelrecht platt gemacht werden.
Natürlich wird sich das auch unmittelbar, auch durch eine noch so ausgefeilte Preismixstrategie, auf die Discounter selbst auswirken. Irgendwann wird das auch für die Konzerne nicht mehr rentabel sein.
Ich denke, das Problem liegt in der Qualität. Ich würde mich jetzt selbst nicht als Feinschmecker bezeichnen, aber oft ist es so, dass Lebensmittel aus dem Einzelhandel oder frisch vom Markt besser schmecken. Oft ist es im Einzelhandel auch möglich kleinere Mengen zu kaufen, was Singlehaushalten stark entgegenkommt (und die Anzahl solcher Haushalte ist in Deutschland stark gestiegen).